Erwärmung einer beidseitig grafitbeschichteten Kupferfolie

Die Vorrichtung zur Folienerwärmung ist Teil einer Gesamtanlage und besteht aus zwei elektrisch beheizten Modulrahmen, die über einen Koppelmechanismus geschwenkt werden.

In Arbeitsposition haben die beiden Modulrahmen einen Abstand von ca. 100 mm. In dieser Position werden die Module beheizt, wobei die einzelnen SIP-Strahler zonenweise angesteuert werden können.

Zwischen den beiden Modulrahmen läuft die beschichtete Metallfolie mit einer Breite von ca. 500 mm. Durch den Wärmeeintrag werden physikalisch-chemische Effekte am Substrat erzielt.

Bei Anlagenstopp werden die beiden Modulrahmen elektrisch entriegelt und schwenken automatisch in Ruheposition. Damit wird ein Überhitzen der Metallfolie verhindert. Gleichzeitig erfolgt die Abschaltung der SIP-Strahler oder eine Leistungsreduzierung. Das Abschwenken der Module in die Ruheposition erfolgt automatisch durch Federkraft.

Die Modulrahmen werden jeweils durch 9 Stück SIP-Strahler à 1,1 kW elektrisch beheizt. Ein SIP-Strahler besteht aus einem beschichteten Keramikemitter, der durch ein elektrisches Widerstandsheizelement beheizt wird. Die Wärmestrahlung wird durch die Reflektoren auf das zu bestrahlende Gut (Metallfolie) beidseitig gerichtet. >>

Die Anlage gewährleistet bei Vorschubgeschwindigkeiten bis 30 m/min Oberflächentemperaturen auf der Metallfolie oder deren Beschichtung von bis zu 120 °C. Anpassungen hinsichtlich Zieltemperatur des Substrates bei unterschiedlichen Vorschubgeschwindigkeiten werden durch die Vorgabe von Leistungswerten in der Steuerung vorgenommen.

Eine Entlüftung des Erwärmungsprozesses ist über die obere Absaughaube möglich. Am oberen Rohrstutzen (Durchmesser 100 mm) ist der Anschluss einer maschinellen Absaugvorrichtung möglich.

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